Eine haarige Angelegenheit

Modetrend oder Hygienefaktor? Schamhaar-Styling von „Alles-ab!“ bis „Vollbusch bitte!“

Warum gibt es Schamhaare? Haben die eine Funktion? Es wird ver­mutet, dass der moschusartige Geruch, der von den Haaren über die Haut aufgenommen wird, anziehend auf das andere Geschlecht wirkt. Außerdem sollen die Haare die Reibung beim Geschlechts­verkehr mindern.

Ob ihr eure Schamhaare wegrasiert, einen Streifen lasst oder gar nichts ändert, ist eine Frage der Mode und des eigenen Geschmacks. Es bleibt jedem selbst überlassen, für welche Intimfrisur er sich ent­scheidet. Es gibt natürlich Trends. Die einen meinen, die Porno-In­dustrie sei dafür verantwortlich. Andere sind überzeugt, dass sich seit den 80’er Jahren ein glatt geschorenes amerikanisches Körperbild in Europa durchgesetzt habe.

Aber schon im alten Ägypten und im antiken Griechenland gehörte ein haarbefreiter Körper zum Schönheitsideal. In der islamischen Welt ist das Entfernen der Schamhaare sogar vorgeschrieben. In anderen Kulturen, zum Beispiel in Japan, steht die volle Geschlechtsbehaarung für Fruchtbarkeit und dient als sexuelles Signal.

Wenn man Jugendliche heute befragt, dann ist die gängige Ant­wort, Schamhaare seien einfach eklig, aber es gibt auch Frauen und Männer, die es unerotisch finden, wenn Erwachsene unten rum wie Kinder aussehen. Viele entfernen ihre Haare aber auch, weil es sich beim Sex anders, eben glatter anfühlt. Und man kann so natürlich schön viel sehen.

Die Haut in der Schamgegend ist sehr empfindlich. Wer rasie­ren will, nimmt am besten einen sauberen, scharfen Rasierer und einen milden Rasierschaum, damit es nicht zu Pickeln (Rasurbrand) kommt, und verwendet anschließend entzündungshemmende Sal­be. Natürlich kann man auch mit Wachs ungewünschte Härchen loswerden. Das ist aber zumindest am Anfang nicht ganz einfach.

 

Autor: Ann-Marlene Henning, Tina Bremer-Olszewski