Die männlichen Genitalien

Penis, Hoden und Co. - Jetzt geht es um die Wurst!

Die männlichen Genitalien
Die männlichen Genitalien

Es gibt Penisse in allen Größen und auch Farben, von hellrosa bis fast schwarz, manche schimmern aufgrund der Adern fast bläulich. Die Farbe wird bei Erregung dunkler, weil dann mehr Blut durch die Adern fließt. Und zur Größenfrage: Der kürzeste funktionsfähige Penis, der je gemessen wurde, war 1,5 cm lang. Das ist dann aber ein sogenannter Mikropenis, alles unter 2,5 cm nennt sich so. Der längste misst 42 cm. Ein echter Rekordpenis. Aber nur ein Mann von hundert hat einen Porno-Penis, also 20 cm oder mehr.

Die Penislänge bei Europäern liegt erigiert bei 11–17 cm, durchschnittlich also bei 14,27 cm; unerigiert bei 7–10 cm, durchschnittlich also bei 8,3 cm. Gemessen vom Schambein zur Eichel. Und natürlich spielt nicht nur die Länge eine Rolle, sondern auch der Durchmesser. Denn der spielt für die Lust der Frau die größere Rolle. Ein dicker Penis kann durch den Druck, den er in der Scheide auf die Scheidenwand ausübt, sehr erregend sein. Er kann aber auch zu dick sein. Hier hilft Gleitcreme.

Hier sind die Durchschnittswerte für die Dicke eines Penis. Zum Verständnis: Den Umfang bekommt man, wenn man ein Maßband um den Penis legt. Um den Durchmesser zu errechnen, braucht man diese mathematische Formel: d = U : π. Von wegen: in der Schule lernt man nicht fürs Leben.
Umfang (schlaff ): 7,6 cm Umfang (erigiert): 11,1 cm Durchmesser (schlaff ): 31 mm Durchmesser (erigiert): 41 mm
Penisse lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien teilen: Schweller- und Fleischpenisse. Bei den Schwellern vergrößern sich die Schwellkörper in den Penissen bei Erregung enorm. Solche Penisse können ihre Größe fast verdoppeln. Fleischpenisse hingegen werden bei Erregung kaum größer. Ein schlaffer Penis sagt also wenig über seine wahre Größe aus.
Übrigens betrachten Männer ihren Penis meist nur von oben. Aus dieser Perspektive sieht er unter der Dusche natürlich kleiner aus als der des Nachbarn. Frauen sehen ihn oft von vorne oder von unten und dann sieht er wesentlich größer aus. Optischer Trick: Mit gestutzten oder ganz wegrasierten Schamhaaren wirkt ein Penis länger. Viele finden es auch angenehmer, wenn beim Blasen oder Küssen keine Haare im Mund sind. Und auch eure Figur hat was zu sagen. Bei fülligeren Jungs verschwindet ein Teil des Penis im Unterbauchfettgewebe. Da hilft Sport.
Bei mancher Stellung ist es für Frauen schöner, wenn der Penis kleiner ist. Denn wenn er so lang ist, dass er beim Stoßen an den Muttermund kommt, kann das unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Auch beim Analverkehr bedarf es Gewöhnung, um mit größeren Exemplaren klarzukommen. Hier gilt für viele: Je kleiner, desto feiner.

Eichel
Wenn der Penis nicht beschnitten ist, kann man die Eichel, auch Peniskopf genannt, nur bei Erregung sehen oder wenn man die Vorhaut zurückzieht. Der Peniskopf ist die Erweiterung des Harnröhrenschwellkörpers und schließt mit dem Eichelkranz ab. Die Eichel besitzt circa 2.500 Nervenendungen und ist deshalb sehr empfindlich und sehr empfänglich für Berührung und Liebkosung. Ebenfalls eine interessante Stelle beim Küssen und Lecken ist das Vorhautbändchen, das an der Unterseite des Peniskopfes anfängt und weit in die Vorhaut zieht.

Vorhaut
Die Vorhaut schützt den empfindlichen Peniskopf. Sie besteht aus einer zusammenhängenden Innen- und einer Außenhaut, die beide nicht miteinander verwachsen, sondern übereinanderliegen und gegeneinander verschiebbar sind. Die Innenfläche der Vorhaut (der bedeckte Teil) ist mit mikroskopisch kleinen Drüsen ausgestattet, die eine Creme absondern. Diese hält Vorhaut und Eichel weich und geschmeidig und sorgt für das reibungslose Hin- und Hergleiten der Vorhaut. Darunter am Übergang zwischen Peniskopf und Schaft sammelt sich das sogenannte Smegma, eine weißliche, manchmal auch Pimmelkäse genannte, Substanz. Bitte täglich die Vorhaut zurückziehen und da besonders gut waschen.

Hoden
Die Hoden sind ein Paar taubeneigroßer, ovaler Organe, die sich im Hodensack befinden. Der Hodensack (auch Skrotum genannt) ist ein dünnwandiger, elastischer Hautsack, der unterhalb des Penis baumelt. Eine dünne Naht teilt ihn äußerlich in zwei Hälften, innerlich wird er durch eine Scheidewand unterteilt. Es gibt also zwei Kammern, für jeden Hoden eine. In jedem Hoden befindet sich ein System von Hodenkanälchen, in denen die Spermien produziert und genährt werden. Sie reifen während einer Dauer von etwa 45 Tagen. Jeder Hoden schafft es, täglich bis zu 150 Millionen Spermien zu bauen. Außerdem produzieren die Hoden Testosteron, das die sexuelle Lust, aber auch Aggressivität steuert. Meist sitzen die Hoden in unterschiedlicher Höhe, sodass einer tiefer hängt als der andere. Schlau gelöst von Mutter Natur, so ist immer genug Platz, dass die Hoden sich nicht gegenseitig quetschen.

Hodensack
Genau wie der Penis selbst kann auch der Hodensack in vielen Größen, Formen und Farben erscheinen. Manche sind hellbraun, andere lachsfarben, manche dunkel. Sie können aussehen wie kleine feste Säckchen oder wie lose baumelnde Beutel.

Harnröhre
Die Öffnung oben auf dem Peniskopf ist das Ende der Harnröhre, wodurch Samen und Urin geleitet werden. Natürlich nie gleichzeitig. Genau deswegen kann es so schwer sein zu pinkeln, wenn man erregt ist.

Damm
So nennt man die Partie zwischen Hodensack und Anus. Sie besitzt viele Nervenendungen. In der Mitte verläuft als Fortsetzung des Hodensacks, wie eine kleine Wulst, die Dammnaht. Für manche Männer ist es erregend, wenn dieser Bereich mit Druck stimuliert wird, weil bis hier die Schwellkörper verlaufen. Hier ist also die körperinnere Verlängerung des Penis.

Anus
Der Anus, auch After genannt, ist der Eingang zum Darm. Er ist sehr reich an Nervenendungen, was ihn hochsensibel für Berührungen macht. Er sieht aus wie eine Rosette und schwillt bei Erregung an.

Prostata
Diese Drüse erzeugt knapp ein Viertel der Flüssigkeit, aus der sich das Ejakulat zusammensetzt. Der Rest der Flüssigkeit kommt aus den danebenliegenden Samenbläschen. Kurz vor dem Samenerguss stößt die Prostata die Flüssigkeit in die Harnröhre, zu den Spermien. Viele Männer beschreiben dieses Gefühl wie ein Ziehen von irgendwo, bis ganz rein in die Eier. Kurz danach kommt die Ejakulation. Einige Männer schaffen durch langes Üben zum Orgasmus zu kommen, ohne dabei zu ejakulieren. Sie können das Abspritzen also verhindern. Das nennt sich ein trockener Orgasmus. Viele mögen es, wenn die Prostata mit den Fingern (durch den Anus) stimuliert wird.

 

Autor: Ann-Marlene Henning, Tina Bremer-Olszewski

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